Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2001
Klaus-Jürgen Müller hält die Studie der marokkanischen Historikerin Ssabah Bousini über die Bonner Politik gegenüber den Maghreb-Staaten und Frankreich in den fünfziger Jahren für ein "Forschungsdesiderat". Die Autorin untersucht gleich drei Themenkomplexe: Bonns Beziehungen zu Marokko und Tunesien, die Position der Bundesrepublik im Algerien-Krieg und Frankreichs Dekolonisationspolitik in Nordafrika. Das ist eindeutig zu komplex angelegt, urteilt der Rezensent. Wichtige Literatur habe Bousini gar nicht oder zu wenig berücksichtigt. Erst in den letzten Jahren seien die offiziellen Aktenbestände in Bonn wie in Paris über den Zusammenhang zwischen der Dekolonisation und den deutsch-französischen Beziehungen geöffnet worden, weiß Müller zu berichten. Auch wenn die Forschung auf diesem Gebiet noch jung ist, die Autorin hätte sie in ihre Studie einbeziehen müssen, um neue Erkenntnisse präsentieren zu können, meint der unzufriedene Rezensent.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…