Hamideh Mohagheghi (Hg.)

Frauen für den Dschihad

Das Manifest des Islamischen Staates
Cover: Frauen für den Dschihad
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2015
ISBN 9783451348327
Taschenbuch, 112 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Zweisprachige Ausgabe Arabisch-Deutsch. Aus dem Arabischen von Hanane El Boussadani. Mit einem Kommentar von Hamideh Mohagheghi. Ein Dokument, das erschreckt und aufrüttelt: Das Manifest der Khanssaa-Brigade, einer rein weiblichen Einheit der Terrororganisation IS, beschreibt den Alltag und die Rolle der Frauen im selbst ernannten Kalifat. Das Buch enthält die erste deutsche Übersetzung sowie das arabische Original und erlaubt so einen exklusiven Einblick in das Innere des IS. Kommentiert von der islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi entlarvt es die falsche Ideologie des IS und zeigt, weshalb so viele Frauen aus Deutschland in den Dschihad ziehen und welches Leben sie in Syrien oder im Irak erwartet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2015

Lena Bopp wäre es lieber gewesen, die Herausgeberin Hamideh Mohagheghi hätte sich für ihren Kommentar des IS-Manifests "Frauen für den Dschihad" ein wenig mehr Zeit gelassen, dann hätten nicht nur die zahlreichen Grammatikfehler vermieden werden können, auf die die Rezensentin gestoßen ist, vielleicht wären auch die wackeligeren Mutmaßungen zu möglichen Ursachen der Radikalisierung gestrichen worden. Das Manifest selbst sei zwar rhetorisch geschickt gestrickt, liefere allerdings hauptsächlich zu einfache Antworten für zu komplexe Fragen, erklärt Bopp. Die wesentliche Absicht der Verfasser scheint es zu sein, die Unterschiede zum westlichen Frauenbild zu verkünden, das als widernatürlich betrachtet wird, fasst die Rezensentin zusammen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.07.2015

Stefan Weidner findet es töricht, dass ausgerechnet eine Stiftung, die sich als liberale Gedankenschmiede betrachtet, das Manifest des Islamischen Staates ursprünglich ins Englische übersetzt hatte, mit dem eben "Frauen für den Djihad" geworben werden sollen. Vom kruden Frauenbild wolle man sich abgrenzen, hieß es, so der Rezensent, der allerdings vermutet, dass jede Übersetzung nur die Reichweite einer Botschaft vergrößert, die ohnehin eine andere Zielgruppe hat als jene Menschen, die sich gediegen darüber ereifern, wie Weidner erklärt. Wirklich interessant erscheint dem Rezensenten, wie explizit die Werber des IS die Situation der Frauen zum Beispiel in Saudi-Arabien ansprechen, um ihren eigenen, im Bezug auf Frauen eventuell weniger extremen Fundamentalismus zu preisen. Für diesen Einblick in die Gräben im politischen Islam ist Weidner auch Hamideh Mohagheghi für die Herausgabe der deutschen Fassung dankbar.

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