Guido Steinberg

Kalifat des Schreckens

IS und die Bedrohung durch den islamistischen Terror
Cover: Kalifat des Schreckens
Knaur Verlag, München 2015
ISBN 9783426787724
Kartoniert, 208 Seiten, 12,99 EUR

Klappentext

Wann immer in der Welt islamistische Terroristen ihr Unheil anrichten, ist Guido Steinbergs Einschätzung gefragt. In seinem Buch erklärt der renommierte Terrorexperte die derzeit gefürchtetste islamistische Organisation - IS oder Islamischer Staat. Sie kam scheinbar aus dem Nichts und versetzte innerhalb kürzester Zeit eine ganze Region in Angst und Schrecken. Und mit der Enthauptung von Geiseln vor laufenden Kameras fordert sie den Westen heraus. Doch sind unsere Staaten überhaupt in der Lage, die von IS drohenden Übergriffe und Terroranschläge wirksam abzuwehren?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.06.2015

Einige Einsichten teilen alle ernst zu nehmenden Bücher, die in der letzten Zeit über den Islamischen Staat herausgegeben wurden, berichtet Martina Doering: der IS ist nicht urplötzlich auf der Bildfläche erschienen, die USA sind mitverantwortlich an seinem Anwachsen, und er wird so schnell nicht wieder verschwinden. Die Entstehung und Entwicklung des IS beschreibt besonders anschaulich der Berliner Islamwissenschaftler Guido Steinberg in seinem Buch "Kalifat des Schreckens", so die Rezensentin, auch wenn sie den Titel etwas plakativ findet. Steinberg betont zunächst, dass die Auflösung des irakischen Militärs durch die USA 2003 die irakische Al-Kaida erst mit dem Zulauf junger, bewaffneter, meist sunnitischer Männer versorgte, der später den Ableger IS ermöglichte, fasst die Rezensentin zusammen. Auch die Rolle des syrischen Bürgerkriegs beschreibt Steinberg, berichtet Doering, die allerdings gerne noch ein paar Worte darüber gelesen hätte, warum die Ideologie des IS so ansprechend auf so viele Menschen wirkt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2015

Beim Islamwissenschaftler Guido Steinberg informiert sich Wolfgang Günter Lerch über die Geschichte des IS. Das Porträt scheint dem Rezensenten solide recherchiert, vor allem, wenn es um einzelne Dschihadisten-Biografien geht, wie die von al-Qaida-Chef Abu Musab al Zarqawi. Wer wann die Fäden zog, ob Zarqawi, Amerikaner oder Briten, erfährt Lerch und wie IS und Al Qaida zu Konkurrenten wurden. Was er leider nicht erfährt: Wie dem IS und seinem Terror zu begegnen ist.
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