In englischer Sprache. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2022 stürzte Hanif Kureishi in Rom. Als er in einer Blutlache zu sich kam, musste er mit Entsetzen feststellen, dass er seine Gliedmaßen nicht mehr benutzen konnte. Er konnte nicht mehr gehen, schreiben oder sich waschen. Er konnte nichts mehr ohne die Hilfe anderer tun und war auf ständige Pflege in einem Krankenhaus angewiesen. So begann eine einjährige Odyssee durch die medizinischen Systeme Roms und Italiens, in der Hoffnung, irgendwie nach Hause, in sein Haus in London, zurückkehren zu können. Während er in einer Reihe von Krankenstationen lag, fühlte er sich gezwungen zu schreiben, aber da er weder tippen noch einen Stift halten konnte, begann er, die Worte, die sich in seinem Kopf bildeten, Familienmitgliedern zu diktieren. Das Ergebnis war eine außergewöhnliche Reihe von Depeschen aus seinem Krankenhausbett - ein Tagebuch über ein Leben in Bruchstücken, aufgezeichnet mit seltener Ehrlichkeit, Klarheit und Mut.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.11.2024
Rezensentin Marion Löhndorf empfiehlt Hanif Kureishis Bericht über seine Querschnittslähmung als Liebeserklärung an das Leben. Der Autor legt laut Rezensentin keinen Elendsbericht vor, sondern erzählt mit grimmigem Humor vom Schock des Ereignisses, das den Autor plötzlich ereilt, aus dem Leben reißt und in die Parallelwelt der Krankenhäuser und Reha-Spitale schleudert. Kureishi erzählt von der Illusion des Normalen und wie sein Körper zu etwas Öffentlichem wird, von alten und neuen Freunden, von der Einsamkeit, vom Schreiben und auch von seinem früheren Leben, seiner Kindheit und Jugend. Vor allem Kureishis Direktheit scheint Löhndorf lesenswert.
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