Durchgehend farbig illustriert. Seit Wochen fahren Jamil, sein Freund Sergey und viele andere Kinder im Zug durch das Land. Der Zug ist ihr Zuhause, hier lernen, spielen und schlafen sie, sicher und versorgt, bis die Eltern ihre zerstörten Häuser neu aufgebaut haben. Jeden Sonntag hält der Zug für wenige Minuten auf einer Brücke am Fluss, wo sich die Väter und Mütter versammeln, um ihren Kindern zu winken. Ein kurzes Wiedersehen, auf das sich alle freuen. Doch diesmal ist Sergey traurig, denn ausgerechnet heute, an seinem Geburtstag, ist sein Vater nicht zu sehen! Doch der hat sich eine besondere Überraschung für seinen Sohn ausgedacht. Andrea Hensgen erschafft mit ihrer Zuggeschichte ein starkes Bild für Unbehaustheit in Zeiten des Krieges und erzählt gleichzeitig von Menschlichkeit und Zuversicht. Hannah Brückner vermittelt mit feinen Illustrationen das Gefühl von Geborgenheit an einem ungewöhnlichen Ort.
Laut Rezensentin Maria Riederer haben Andrea Hensgen und Hannah Brückner in ihrem Kinderbuch die richtigen Bilder gefunden für das, was Kinder in Zeiten des Krieges und der Krisen umtreibt. Die Geschichte über einen Zug, in dem Kinder ein provisorisches Zuhause finden, während ihre Familien nur sporadisch vorbeischauen, berührt Riederer mit ihrer Darstellung von Zerstörung, Heimat und Heimatlosigkeit und auch Hoffnung. Wie die Kinder beim Lokführer und beim Schaffner Halt finden und wie der Zug den Kindern, Zuhause, Kita und Küche in einem wird, davon erzählen Text und Illustrationen auf poetische Weise, findet Riederer.
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