Hannes Wirlinger

Der Vogelschorsch

(Ab 14 Jahre)
Cover: Der Vogelschorsch
Jacoby und Stuart Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783964280312
Gebunden, 304 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Ulrike Möltgen. Eine Geschichte über den Tod und die Liebe, die Last zerrütteter Elternhäuser, über Freundschaft und die Suche nach bedingungsloser Loyalität und Verbundenheit.Lena (14) sieht den Vogelschorsch (17) zum ersten Mal, als es Fische regnet. Ihr ist sofort klar, dass er anders ist als alle anderen Menschen. Von nun an teilt Lena ihre Zeit zwischen dem Vogelschorsch und ihren beiden alten Freunden Max und Lukas auf, was zu einem heiklen Balanceakt gerät. Ins Schwanken gerät alles, als sie sich verliebt, und zu allem Überfluss der Haussegen zwischen ihren Eltern schief hängt. Dann aber entdeckt sie das dunkle Geheimnis des Vogelschorsch; kurz darauf verschwindet seine Mutter spurlos. Und als Lena und der Vogelschorsch im Wald erschossene Vögel finden, geht in ihrer beider Leben etwas unwiederbringlich kaputt …

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019

Gleich zu Anfang erfahren wir, wie stark Rezensentin Siggi Seuss die "sinnliche Sprache" des Autors beeindruckt hat und wie sie nicht weniger fasziniert ist von den Schwarzweißillustrationen Ulrike Möltgens. Gemeinsam erzeugen sie für die Rezensentin die besondere Stimmung, in der sich Beschreibung und Reflexion einer ländlichen Kindheit bewegen. Die Erzählstimme gehört einer Frau, die sich an ihre Kindheit erinnert und an einen "sonderbaren Jungen" in der Nachbarschaft, der sich besonders gut mit Vögeln auskannte. In einem "Reigen wunderbarer Bilder" führt der Autor dann alle Freundschaften, Liebes- und elterliche Streitgeschichten vor, die sonst noch vorkommen, erzählt die verzauberte Kritikerin.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2019

Rezensent Kevin Hanschke scheint sehr angetan von der Geschichte zweier ungleicher Jugendlicher in der österreichischen Provinz, Trennungskinder alle beide, die Hannes Wirlinger laut Rezensent mit großer Einfühlsamkeit erzählt. Wie die beiden sich annähern und in der schweren Lebenslage für einander unverzichtbar werden, kann ihm der Autor anhand von Gesprächen und Unternehmungen und mit guter Ausdifferenzierung der Charaktere behutsam nachvollziehbar machen. Das erst düster erscheinende Buch wird zu einer "Ode an die Seelenverwandtschaft", erklärt Hanschke erfreut.
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