Hans Christian Dany erinnert Harald Fricke an den Dandy des 19. Jahrhunderts. Wie dieser Grenzgänger zwischen den Welten, der sich stets einer eindeutigen Zuordnung zu verweigern trachtete, suche auch der Autor seinen Weg über den Umweg einer hybriden Form des Schreibens, berichtet der Rezensent. Die gut zwei Dutzend Essays, Kunstkritiken und Erzählungen über das Arbeitsleben in der IT-Branche haben bei Fricke manchen Knoten im Hirn verursacht. Denn die Vermischung von Literatur, Kritik und Theorie hinterlasse Klarheit und Verwirrtheit zugleich. Dem Autor gehe es darum, so Fricke, den unentwegten Wandel der Selbstentwürfe und -erfindungen festzuhalten, aller Verwertungslogik der New Economy zum Trotz. Auch wenn sich Fricke einer Bewertung der Textsammlung enthält, seine Besprechung hinterlässt den Eindruck einer Sympathiebekundung für die Schleichwege des Autors.
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