Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.06.2001
Einen Bruder im Geiste scheint Albert von Schirnding da gefunden zu haben. Nicht nur ist ihm das Büchlein aus der Keicherschen Verlagswerkstatt "eine Hand- und Augenfreude", aus den Langzeilern, die der "lyrische Bewusstseinsstrom" des Dichters ihm vor die Sinne gespült hat, ist ihm zudem "Leseglück von hohen Graden" erwachsen. "Lauter Verlustanzeigen" zwar, kreisend um das "zentrale Thema des Alterns und Altseins", und aufgegeben von einem "von persönlichen wie allgemeinen Negativerfahrungen gezeichneten Ich" - tief ernüchternd alles, kaum Trost drin -, aber drum! Gerade das ist's ja, was Schirnding so berückt: der schneidende Schmerz. Darin, so glaubt er, west irgendwo schließlich: das Glück.
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