8 CDs mit 563 Minuten Laufzeit. Gekürzte Lesung, gesprochen von Ulrich Noethen. Nach dem unveröffentlichten Original-Manuskript. Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der normalen Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2011
Rezensentin Felicitas von Lovenberg ist hoch erfreut, dass Hans Falladas Roman "Jeder stirbt für sich allein", der mehr als sechzig Jahre nach seinem Erscheinen zum internationalen Bestseller avancierte, nun auch als Lesung des "grandiosen" Ulrich Noethen vorliegt. Schon mit den ersten Sätzen gelingt es Noethen, der Rezensentin die Stimmung "stiller Traurigkeit und Wundheit", die über der ganzen Erzählung liege, zu vermitteln. Falladas schonungslos eindringlicher und zugleich resignativer Schilderung seiner Figuren werde Noethen mit seinem zurückhaltenden und dennoch "charakterstarken" Vortrag absolut gerecht. Lobende Worte verliert die Rezensentin auch über die gelungene Kürzung des Romans: durch das Streichen überflüssiger Randbegebenheiten und Nebenfiguren erscheine die ca. neunstündige Lesung geschlossener als die Urfassung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2011
Hans Falladas Roman verlange gerade zu nach Dramatisierung findet Jens Bisky. Wie diese jedoch aussehen soll, scheint er selbst nicht so ganz zu wissen. Das Krimi- und Kolportagenhafte des Romans bietet für Bisky literarisch eine riesige Vorlage, deren unvermeidbare "dramatische Zuspitzung" Ulrich Noethens Lesung allerdings nicht erreicht. Überzeugt ist Bisky dennoch und zwar von Noethens Stimme, die Falladas Figuren lebendig werden lässt.
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