Andrej Platonow (1899-1951) ist der berühmteste Unbekannte der modernen russischen Literatur. Niemand hat den Geist der Epoche, die geprägt war vom Experiment der Erschaffung eines neuen Menschen, radikaler in Sprache verwandelt. Die russische Revolution, der Kampf um einen "neuen Himmel und eine neue Erde", findet in seinem Werk einen unerhörten und tragischen Ausdruck. Hans Günther legt hier die erste Biografie Platonows auf Deutsch vor; sie bietet einen profunden Einblick in Leben, Werk und Wirkung des Autors.
Rezensent Florian Schmiedler ist glücklich, dass der Suhrkamp Verlag gemeinsam mit einer Neuübersetzung von Andrej Platonows "Baugrube" auch die erste deutschsprachige Biografie über den russischen Schriftsteller herausbringt. Wie Hans Günther biografische Elemente mit Themen und Motiven aus Platonows Literatur verknüpft, gefällt dem Kritiker gut. Dass Günther das gesamte Platonowsche Werk mit Kurzbesprechungen würdigt, anstatt sich auf einige Hauptwerke zu fokussieren, findet Schmiedler klug: So hat das deutsche Publikum die Möglichkeit, die Vielfältigkeit des russischen Dichters kennenzulernen, meint er.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…