Sensible Dichterin, scharfzüngige Kritikerin, politische Publizistin - Etiketten, die die wohl aufsehenerregendste und zwiespältigste Frau des "Silbernen Zeitalters" der Jahrhundertwende in Russland nur unzureichend beschreiben. Man kann sie getrost ein symbolisches "Gesamtkunstwerk" nennen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.04.2007
Rezensent Ulrich M.Schmid begrüßt es sehr, dass mit dieser "sorgfältig recherchierten" Biografie das Scheinwerferlicht nun endlich auch auf die intellektuellen Konturen der russischen Lyrikerin Sinaida Hippius fällt, die ihre eigene Biografie stets der Karriere ihres einst berühmten Mannes, des Schriftstellers Dimitri Mereschkowski untergeordnet habe. Den findet Schmid eigentlich viel uninteressanter als seine Frau. Hippius hat mit ihrer "exquisiten Lyrik" das " silberne Zeitalter der russischen Literatur" um die Jahre des Ersten Weltkriegs entscheidend mitgeprägt, meint Schmid. Doch auch ihre bewusste Selbstinszenierung, ihre Ansichten über das Verhältnis der Geschlechter, über Liebe und Sexualität machen für den Rezensenten diese "Meisterin der literarischen Mystifikation" zu einer epochalen Erscheinung, die er in dieser Biografie nun erstmals angemessen und umfassend dargestellt findet.
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