Mit sieben Zeichnungen von Christine Rieck-Sonntag. Der neue Gedichtband setzt sich in 106 Gedichten, gruppiert in sechs Zyklen, mit der Sinnkrise der modernen Welt und dem Verlust der Transzendenz auseinander, reflektiert aber auch Natureindrücke, Reiseimpressionen (mit und ohne politische Untertöne) und die Aporien der Sprache. Neben düsteren Visionen stehen schwerelos heitere Gebilde. Gedichte sind Musik aus Worten, sagt Hans Krieger; seine Lyrik ist getragen von einem energisch drängenden Rhythmus, und manchmal wird auch das virtuose Klangspiel des Reimes nicht verschmäht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2004
Der - im Netz leider anonyme - Rezensent dieser Kurzkritik ist von den Gedichten Hans Kriegers sehr eingenommen. Er charakterisiert sie als zugleich "traurig und hell" und zeigt sich von ihrer knappen und dabei unsentimentalen Machart begeistert. Viele der Verse bleiben in sich offen, wie der Rezensent am Beispiel des Gedichts "Gras" belegt, und entwickeln dabei eine schwebende Qualität. "Erstaunlich" findet der Rezensent die verschiedenen Aspekte, die Krieger den vielen in seiner Lyrik auftauchenden Bäumen entlockt, und das Gedicht "Apfelstern" preist er als das "vielleicht schönste" des Bandes.
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