Mit 31 Bildtafeln in Duoton. Vorwort von Michael Meiswinkel und Wolfgang Wunderlich. Der Bildhauer Lothar Fischer macht deutlich, wo für ihn die Schwerpunkte und Wurzeln der Kunst zu suchen sind: in der Dominanz der Form vor dem Inhalt. Er kritisiert die Erscheinungen der zeitgenössischen Kunst, die das Bildnerische zugunsten von außerkünstlerischen Aussagen verlassen und mit "literarischen", nichtbildnerischen Bedeutungen "auf laden". Dies führt, etwa in der Konzeptkunst, zu Grenzüberschreitungen, die die bildende Kunst an den Rand drängen.Wer beim heute vom "Markt" motivierten Kunstbetrieb den Wunsch nach künstlerischem Gehalt oft unerfüllt sieht, findet hier bestätigt, daß solche Skepsis berechtigt ist und erfährt, welche Maßstäbe an ein Kunstwerk zu stellen sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2002
Doris Schmidt beneidet die Studenten, die bei Lothar Fischer studieren konnten. Sie lobt die klare und einfache Sprache, mit der der Mitbegründer der Münchener Gruppe Spur "uns mit Erkenntnissen vertraut macht, die am Beispiel seines eigenen Werks zu Ursprüngen künstlerischer Gestaltung führen". Auch wenn die Rezensentin sich mit expliziten Äußerungen zur Beurteilung des Buchs sehr zurückhält und sich auf die Beschreibung von Aufbau und Inhalt beschränkt, ist ihr doch anzumerken, dass sie - vielleicht mehr noch von dem Künstler als von dem Autor Fischer angetan ist. "Die Vision einer Einheit der Künste schwebt also immer noch am Horizont".
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