Hans Küng

Der Anfang aller Dinge

Naturwissenschaft und Religion
Cover: Der Anfang aller Dinge
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492047876
Gebunden, 256 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Hans Küng steht für die Versöhnung von Rationalität und christlichem Glauben. Dies ist entscheidend auf einem Feld, wo Naturwissenschaft und Religion aufeinandertreffen, wo es um Fragen geht wie: Warum gibt es etwas und nicht nichts? Was ist der Anfang von Welt und Mensch? Gestützt auf jahrelange Forschungen schreibt Hans Küng über die zentralen Themen: Gott als Anfang? Schöpfung oder Evolution? Ist alles Zufall? Ist Willensfreiheit eine Illusion? Sein Buch zeigt die je eigenen Antworten von Naturwissenschaft, von Philosophie und von Religion. Nur Naturwissenschaft und Religion zusammen können Antwort geben auf die Frage, "was die Welt im Innersten zusammenhält".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.01.2006

Durchaus zufrieden äußert sich Rezensent Manfred V. Singer über Hans Küngs neues Buch, das sich mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion, Vernunft und Glauben, befasst. Er begrüßt, dass sich der Tübinger Emeritus für ökumenische Theologie die Vorstellung einer allwissenden Kirche nicht zueigen macht, sondern der Aufklärung verpflichtet ist. So erkenne der Autor Beobachtungen und Erkenntnisse der Naturwissenschaftler als Bemühungen um die Wahrheit an. Dementsprechend würdigt Singer das Buch auch als einen Beitrag zum "interdisziplinären Gespräch", auch wenn die "Sprachbarrieren immer noch sehr hoch" seien. Obwohl er Küngs "Kenntnisreichtum auf fachfremdem Gebiet" - seine Darstellung der modernen Erkenntnisse der Kosmologie, der Biowissenschaften und ihrer Weltbilder - erstaunlich findet, hätte er die entsprechenden Kapitel doch lieber von einem Experten bestritten gesehen. "So hätte ein ebenbürtiger Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften stattfinden können".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.01.2006

Recht kritisch sieht Johan Schloemann das neue Buch Hans Küngs, in dem der Theologe Religion und Naturwissenschaft versöhnen will. Küngs dialogorientieres Weltethos-Bekenntnis beschreibt Schloemann als "schwammiges, wohlmeinendes Ethik-Destillat", kompatibel mit allem und jedem, "mit transzendentaler Restsüße". Nun vermittelt Küngs neues Buch nach Ansicht Schloemann auf den ersten Blick den Eindruck, es hätte Handfesteres zu bieten, werden doch Ergebnisse der modernen Physik und Biologie vom Urknall bis zur Hirnforschung zusammengestellt. In Küngs Vermittlungsversuch zwischen Naturwissenschaft und Religion gegenüber den bisherigen zahlreichen Versöhnungsangeboten kann der Rezensent allerdings nichts Neues erkennen. Herausgekommen seien dabei lediglich "unzählige unbeholfene Ausrufezeichen" sowie "Gummiformeln".

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