Hans Maier

Die Deutschen und ihre Geschichte

Gesammelte Schriften, Band 5
Cover: Die Deutschen und ihre Geschichte
C.H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406571589
Gebunden, 388 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Das gängige Bild von den obrigkeitsfixierten, gehorsamswilligen Deutschen kontrastiert in seltsamer Weise mit dem Bild der freiheitsliebenden Deutschen, das in Europa bis zum 18., ja bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vorherrschte. Seit den sechziger Jahren ist Hans Maier diesem Grundthema der deutschen Geschichte immer wieder in grundlegenden Aufsätzen nachgegangen und hat das spannungsreiche Verhältnis der Deutschen zu Obrigkeitsstaat und Freiheit durchleuchtet. Ein zweites großes Thema seiner historischen Abhandlungen ist die Schnittstelle zwischen der gelehrten Welt und der Politik, die er in ganz unterschiedlichen Epochen, vom 16. Jahrhundert bis zum Nationalsozialismus, in den Blick genommen hat.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2010

Lektüre für ideenlose Unionsparteien sieht Jens Hacke in diesem fünften Band der gesammelten Schriften des Politikwissenschaftlers Hans Maier. Was ein leichthändiger und doch gelehriger Liberalkonservatismus ohne nationale Überheblichkeiten ist, kann er Maiers ideengeschichtlichen Schriften zur Genese eines deutschen Staatsmodells und zur politischen Kultur in Deutschland entnehmen. Klar und einsichtig erscheint ihm, wie der Autor den Sozialstaat rekonstruiert und verteidigt gegen Trends. Nicht weniger beeindrucken ihn Maiers moralisch sensible Einlassungen zu dunkleren Themen, wie der nationalsozialistischen Hochschulpolitik, die für ihn noch immer aktuell sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2010

Mit großer Freude hat Rainer Blasius den fünften und abschließenden Band der Gesammelten Schriften Hans Maiers aufgenommen. Er schätzt die unter dem Titel "Die Deutschen und ihre Geschichte" versammelten Texte des Emeritus für Politische Wissenschaft und ehemaligen bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus als wahre "Glanzstücke". Die zwischen 1964 und 2007 entstandenen Beiträge befassen sich nach Angaben von Blasius unter anderem mit dem Bürger im Obrigkeitsstaat, den Voraussetzungen des Sozialstaates, der Universitätsgeschichte sowie mit Weichenstellungen im 20. Jahrhundert. Er hebt Maiers Plädoyer für einen "aufgeklärten Patriotismus" sowie sein Misstrauen gegen alte und neue Parolen hervor. Insbesondere die Studie über Spuren der Adenauer-Zeit in Literatur und Publizistik hält er für herausragend. Maier ist für ihn nicht zuletzt ein "großer Formulierungsmeister". Schade findet der Rezensent nur, dass sich beim vorliegenden Band auch um den abschließenden Band handelt.
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