Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2003
Vor ein Problem stellt dieses Werk des ausgewiesenen interkulturellen Philosophen den Rezensenten mit dem Kürzel "L.L.". Keine Frage, dass hier auf "höchstem Niveau" die Geschichte der "Urteilsenthaltung" von der antiken Skepsis bis zur Epoche der Husserlschen Phänomenologie dargestellt wird. Keine Frage auch, dass es sich um ein "überaus anregendes, vielperspektivisches und gehaltvolles" Buch handelt. Und doch bleibe das Problem eines "performativen Selbstwiderspruchs": im Text über die Urteilsenthaltung nämlich wird fortgesetzt geurteilt, nicht ohne Schärfe gar. Was der Rezensent dazu sagt? Nichts: er zieht es vor, diesen Sachverhalt ohne Urteil stehen zu lassen, mit "Gleichmut und Gelassenheit".
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