Er hat die Einheit verhandelt, die Integration der Muslime vorangebracht und er steht täglich ein für die Stabilität des Euro und Deutschlands Interessen in Europa. Wolfgang Schäuble hat die Bundesrepublik in den letzten drei Jahrzehnten mitgestaltet wie nur wenige andere. Und die Politik hat sich tief in sein Leben eingegraben. Hans Peter Schütz begleitet Wolfgang Schäuble seit vielen Jahren journalistisch. Sein aus der Nähe gezeichnetes Porträt zeigt einen Politiker, der große Erfolge feiern konnte und der auch nach dramatischen Niederlagen immer wieder aufgestanden ist, um mit Ehrgeiz, Pflichterfüllung und Leidenschaft weiter für seine Werte und Ziele zu kämpfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2012
So ein Leben! Und dann so eine Biografie, stöhnt Günther Nonnenmacher sichtlich enttäuscht von Hans Peter Schütz' Buch über Wolfgang Schäuble. Seine Lust auf Anekdoten und eine ansprechende Erzählweise muss Nonnenmacher hier zurückstellen. Schlimmer noch: auch was Schäubles Berufung, sein politisches Credo, seine Vision angeht, bleibt Schütz dem Leser laut Rezensent alles schuldig. Daran dass Schäuble selbst das einfach nicht bietet, mag er nicht denken. Auch nicht daran, dass es den im Titel des Buches beschworenen Bruch gar nicht gegeben hat. Der Autor, meint Nonnenmacher, verweigert sich einer entsprechenden Deutung jedenfalls. Konkret hätte sich der Rezensent gewünscht: Antworten auf die Fragen, was Kohl und Schäuble zueinander zog und wieso Schäuble, der Profi, immer wieder scheiterte. Ferner mehr Mut und Mühe des Autors bei der Analyse dieses bewegten Politikerlebensweges. Das ein oder andere zusätzliche Gespräch mit Weggefährten Schäubles hätte da möglicherweise geholfen, mutmaßt Nonnenmacher.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2012
Zum siebzigsten Geburtstag von Wolfgang Schäuble hat Hans Peter Schütz eine Biografie des Innen-, Finanz- uund CDU-Politikers vorgelegt. Hartmut Palmer honoriert zwar die langjährige Berichterstattung des Stern-Reporters über Schäuble, die Biografie bleibt aber hinter seinen Erwartungen zurück. "Stückwerk" nennt sie der Rezensent, der in diesem Buch vor allem Schütz' bisherige Artikel versammelt sieht. Neben einem unvollständigen wissenschaftlichen Apparat und fehlerhaften Zitate stört sich Palmer aber auch an einigen Deutungen des Autors. Beispielsweise sei das Verhältnis zwischen Merkel und Schäuble nicht belastet, wie Schütz behaupte; seit Merkel während einer längeren Krankheit Schäubles 2010 an ihm festgehalten habe, sei es sehr vertrauens- und respektvoll. Schütz' Antwort auf die Frage, warum Schäuble trotz des Anschlags auf ihn und der schweren körperlichen Folgen an der Spitze der Politik geblieben sei, findet der Rezensent bestürzend: "Nicht obwohl, sondern weil er gelähmt ist", habe er an der Politik festgehalten, der Rollstuhl habe ihm die Alternativen verbaut. Schrecklich, aber möglich wäre es, meint Palmer.
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