Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518432792 Gebunden, 493 Seiten, 30,00
EUR
Klappentext
Der emeritierte Stanford-Professor Hans Ulrich Gumbrecht blickt auf mehr als ein halbes Jahrhundert Lebensgeschichte zurück. Alles beginnt 1948 im zerbombten Würzburg, aber schon bald lockt ihn sein Ehrgeiz auf eine atemberaubende Reise rund um den Globus. Am berühmten Lycée Henri IV eifert er im Paris der 1960er Jahre dem Habitus französischer Intellektueller nach, in Salamanca beginnt er zu schreiben, an der Copacabana spürt er die Präsenz der Vergangenheit und im Silicon Valley erlebt er die Geburt einer neuen Form des Denkens. Gumbrecht beschwört Szenen für die Ewigkeit herauf: einen Sündenfall vor der Erstkommunion, Lunch mit Michel Foucault, drei Sätze mit Neymar, eine Gefängnisnacht in San José und einen Puma im Schnee der Anden.
Ein aufregendes Leben breitet Hans Ulrich Gumbrecht, genannt Sepp, in seiner Autobiografie aus, so Rezensent Alexander Cammann. Der einflussreiche und äußerst produktive Literaturwissenschaftler beschreibt sich selbst als Kosmopolit, aufgewachsen ist er in einem dank Wirtschaftswunder wohlhabenden Elternhaus, weshalb er schon früh BMW fahren konnte und von seinem Vater in diverse ferne Länder geschickt wurde. Auch später ist Gumbrecht mal hier mal da, in Spanien und Israel, zwischendurch auch mal in der deutschen Provinz, später dann vor allem in Kalifornien. Zentrales Thema des Erinnerungsbuches ist die Internationalisierung der deutschen Geisteswissenschaften, außerdem geht es um Gumbrechts zwei Ehen, um Theoriekämpfe, Karl Heinz Bohrer und Sepps Begegnungen mit Fußballstars. Insgesamt fügt sich das zum aufregenden, von Brüchen geprägten Lebenslauf eines unkonventionellen Akademikers - der dann auch noch im Vorwort behauptet, dass er selbst überhaupt nicht gerne liest. Cammann weiß nicht, ob er ihm das glauben soll, seinerseits hat er dieses Buch so oder so gern gelesen.
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