"Moderne Mediävistik" - gibt es das überhaupt? In welchem Sinne kann das "finstere" Mittelalter dem ausgehenden 20. Jahrhundert von Bedeutung sein? Hans Werner Goetz wagt nichts anderes als eine Bestandsaufnahme seines Faches.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel „vg.“ weist darauf hin, dass es sich hier um viel mehr als nur ein „Essay“ handelt. Vielmehr hält er diesen Band für einen „handbuchartigen und gut gegliederten Überblick“ über die akademische Mittelalterforschung der vergangenen dreißig Jahre. Zwar hätte sich der Rezensent ein stärkeres Eingehen auf die Mittelalterforschung in Österreich und der Schweiz gewünscht. „Sympathisch“ findet er jedoch das Plädoyer des Autors, auch den (von vielen Kollegen verpönten) „Trends“ und „Moden“ nicht auszuweichen und eine „selbstbewusste Neugier der Spezialisten“ zu unterstützen. Diese könnte wiederum zu einer „Verzahnung der Kulturwissenschaften“ führen und damit „neue Arbeitsfelder eröffnen“, so „vg.“.
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