Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Hansjörg Klausinger. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre bedeutete für die einem strikten Wirtschaftsliberalismus verpflichteten Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie eine besondere Herausforderung, wurde die Krise doch in weiten Kreisen als Beweis für das Versagen des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seines liberalen Regelwerkes betrachtet. Demgegenüber sahen die "Austroliberalen" die Krisenursache gerade in dem um sich greifenden staatlichen Interventionismus und forderten als Rezept der Krisenbewältigung die Rückkehr zu den bewährten, von der Mentalität des Goldstandards geprägten liberalen Regeln. Diesen Kampf gegen expansionistische Krisenpolitik und die Gefahr des "Inflationismus" einerseits und für Freihandel und freie Märkte anderseits, der aus heute herrschender Sicht zumindest in manchen Aspekten als verfehlt beurteilt wird, führten sie nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene, sondern auch in der Tagespresse mit Diskussionsbeiträgen zu den aktuellen Problemen der (österreichischen und internationalen) Wirtschaftspolitik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2006
Als "Lesegenuss" würdigt Rezensent Karen Horn diesen Band mit publizistischen Beiträgen von Oskar Morgenstern, Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Richard Strigl, Erich Schiff, Martha Stephanie Braun und Fritz Machlup aus den Jahren 1931 bis 1934, den Hansjörg Klausinger herausgegeben hat. Zu den Neuerungen, die diese Gruppe von Ökonomen der vierten Generation der Österreichischen Schule einführte, zählen nach Auskunft Horns die Erweiterung des zuvor realwirtschaftlichen Ansatzes um die nichtneutrale Rolle des Geldes in der Wirtschaft, die "apriorische" Begründung der Ökonomie als Sozialwissenschaft, sowie die Ableitung der grundsätzlichen Überlegenheit einer liberalen Ordnung. Die 113 kurzen Glossen Fritz Machlups und die 80 weiteren, längeren Beiträge der übrigen Autoren lobt Horn als "prägnante" und "teilweise geradezu witzige Stücke". Sie erblickt in ihnen ein "Lehrstück" dafür, "wie volkswirtschaftliches Grundwissen in einfachen Worten vermittelt werden kann".
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