Hansjörg Klausinger (Hg.)

Machlup, Morgenstern, Haberler, Hayek

Wirtschaftspublizistische Beiträge in kritischer Zeit (1911-1934)
Cover: Machlup, Morgenstern, Haberler, Hayek
Metropolis Verlag, Marburg 2005
ISBN 9783895185250
Kartoniert, 387 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Hansjörg Klausinger. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre bedeutete für die einem strikten Wirtschaftsliberalismus verpflichteten Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie eine besondere Herausforderung, wurde die Krise doch in weiten Kreisen als Beweis für das Versagen des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seines liberalen Regelwerkes betrachtet. Demgegenüber sahen die "Austroliberalen" die Krisenursache gerade in dem um sich greifenden staatlichen Interventionismus und forderten als Rezept der Krisenbewältigung die Rückkehr zu den bewährten, von der Mentalität des Goldstandards geprägten liberalen Regeln. Diesen Kampf gegen expansionistische Krisenpolitik und die Gefahr des "Inflationismus" einerseits und für Freihandel und freie Märkte anderseits, der aus heute herrschender Sicht zumindest in manchen Aspekten als verfehlt beurteilt wird, führten sie nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene, sondern auch in der Tagespresse mit Diskussionsbeiträgen zu den aktuellen Problemen der (österreichischen und internationalen) Wirtschaftspolitik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2006

Als "Lesegenuss" würdigt Rezensent Karen Horn diesen Band mit publizistischen Beiträgen von Oskar Morgenstern, Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Richard Strigl, Erich Schiff, Martha Stephanie Braun und Fritz Machlup aus den Jahren 1931 bis 1934, den Hansjörg Klausinger herausgegeben hat. Zu den Neuerungen, die diese Gruppe von Ökonomen der vierten Generation der Österreichischen Schule einführte, zählen nach Auskunft Horns die Erweiterung des zuvor realwirtschaftlichen Ansatzes um die nichtneutrale Rolle des Geldes in der Wirtschaft, die "apriorische" Begründung der Ökonomie als Sozialwissenschaft, sowie die Ableitung der grundsätzlichen Überlegenheit einer liberalen Ordnung. Die 113 kurzen Glossen Fritz Machlups und die 80 weiteren, längeren Beiträge der übrigen Autoren lobt Horn als "prägnante" und "teilweise geradezu witzige Stücke". Sie erblickt in ihnen ein "Lehrstück" dafür, "wie volkswirtschaftliches Grundwissen in einfachen Worten vermittelt werden kann".
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…