Wieviel Pluralität und Differenz ist in einer Demokratie möglich? Um diese Kernfrage drehen sich die Beiträge dieses Buches. Dabei werden einerseits die theoretischen Voraussetzungen des traditionellen politikwissenschaftlichen Institutionen- und Demokratiebegriffs hinterfragt und mit der Tatsache der Multikulturalität konfrontiert. Andererseits werden empirisch sowohl etablierte westliche Demokratien als auch die Transformationsgesellschaften daraufhin analysiert, wie sie institutionell die ethnischen und kulturellen Differenzen innerhalb ihrer Grenzen bewältigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2002
Wilhelm Bleek kann seine Enttäuschung nicht verhehlen, und er findet vor allem den ersten theoretischen Teil dieses Buches über Multikulturalität in Demokratien gänzlich unbefriedigend. Für die Fachwelt "nichts Neues", für die Laien aufgrund der knappen Ausführung nicht recht verständlich, lautet sein Verdikt. Den zweiten Teil mit empirischen Berichten findet er da schon gelungener und alles in allem auch recht "anregend". Nur das letzte Drittel des Buches allerdings lobt er als "richtig informativ", wobei er zu bedenken gibt, dass einzelne Länderstudien noch lange nicht den im Titel versprochenen "Vergleich" bieten können.
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