Zu Jugendkulturen gehen die Meinungen naturgemäß weit auseinander. Keine polarisiert und beeinflusst die Gesellschaft unserer Tage aber derart wie die der Techno-Szene. Mit ihren verschiedenen Ursprungs- und Unterformen stellt sie ein Massenphänomen und zugleich eine Chance für identitätsstiftende Gemeinsamkeiten junger Menschen dar. Veranstaltungen der Techno-Party-Szene sind weitgehend friedlich, gehen jedoch auch häufig mit dem exzessiven Konsum illegaler Drogen einher. Entsprechend müssen sich die staatlichen Sicherheitsorgane mit diesem Phänomen auseinander setzen. Die Einsatzkonzepte sind dabei vornehmlich durch die operative Bekämpfung von Betäubungsmitteldelikten geprägt. Das vorliegende Buch behandelt die Entstehung und die Erscheinungsformen der Massenbewegung Techno. In diesem Kontext wird die besondere Verbindung zwischen Musik, Tanz und Drogenkonsum herausgestellt. Eine umfassende Auseinandersetzung mit kriminalistischen, einsatztaktischen und rechtlichen Fragestellungen ergänzt die Untersuchung. Das Wissen über die Techno-Party-Szene wird mit dem Ziel der Weiterentwicklung eines strukturell-professionellen Einsatzmanagements systematisch aufbereitet.
Als "poptheoretisch überraschend versierte Studie" würdigt Rezensent Jürgen Kiontke diesen Band aus dem Verlag für Polizeiliteratur. Wie er berichtet, nennt der Verlag als Zielgruppe Praktiker von Polizei- und Ordnungsbehörden, Justiz- und Sicherheitsgewerbe, aber auch die Studierende der Polizeiführungsakademien. Vergessen wurden nur die Popkritiker, ergänzt Kiontke. Schließlich habe ein Autorenteam selten eine Musikkultur, in diesem Fall Techno, so auf den Punkt gebracht wie hier, noch dazu "ohne die in Popbetrachtungen üblichen Verquastheiten". Die Sätze (zum Beispiel: "Musik hat in Kombination mit dem Tanzen eine stark stimulierende Wirkung. Die psychologische Funktion der Musik besteht darin, das Gefühlsleben und letztlich das Selbsterleben zu stimulieren oder zu dämpfen"), die Kiontke aus dem Buch zitiert, legen allerdings den Verdacht nahe, dass seine Besprechung nicht ganz frei von Ironie ist.
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