Dieses Buch bietet einen knappen und lehrreichen Überblick über Leben, Werk und Wirkung von Jean-Jacques Rousseau. Hartmut von Hentig legt ein Grundmuster in Rousseaus Gedanken frei: Aus den beiden Quellen seines Glücks - der Erinnerung an unbeschwerte Kindertage und der Wahrnehmung des gerade in seinen Schwächen liebenswerten Ichs - und aus den zwei Quellen seines Leids - der eigenen Abhängigkeit und der Unaufrichtigkeit der anderen - erwachsen Rousseau seine großen Themen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 30.03.2003
Susanne Mayer nennt den Autor und früheren Leiter der Laborschule Bielefeld, einen "Hoffnungsträger vieler Pädagogen". Auch sie selbst hat sein neues Buch offenbar in der Hoffnung gelesen, dass es der aktuellen Bildungs-Debatte wieder wohl fundierte, gut überlegte Maßstäbe zu setzen vermag. Und die Rezensentin glaubt, sie darin auch gefunden zu haben. Das Buch biete eine "elegante Einführung" in Rousseaus Gedanken über die Erziehung des Menschen. Deutlich werde, dass es darum gehen müsse, "den Menschen zu sich selbst zu bringen". Und hinsichtlich der Frage, was es dazu brauche, werde schnell klar: "Noten jedenfalls nicht." Worauf aber kommt es dann an? Die Rezensentin zitiert zustimmend Hentigs Rezept beziehungsweise Appell: "Aufhören, im Auftrag der Gesellschaft, der Eltern, der Zukunft das Individuum, das Kind, die Gegenwart zu überwältigen, sich nicht einbilden, man könnte mit der Erziehung die gewünschten Menschen 'herstellen'."
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