Ohne Frauen fehlt die Hälfte. Simone Veil, Margaret Thatcher, Angela Merkel, Kamala Harris: Sie alle eroberten ihren Platz in einer Männerwelt und veränderten sie Stück für Stück. Das Buch führt uns zu diesen und vielen anderen Ersten ihrer Art. Es zeigt nicht nur, was fehlt, wenn Frauen nicht mit am Tisch sitzen, sondern auch wie sie in den letzten hundert Jahren gegen Widerstände an die Spitze gelangten und neue Themen setzten.Die Autorin hat viele Erste interviewt und akribisch recherchiert. Sie belegt, dass die Kämpfe noch nicht ausgefochten sind: Die Hälfte der Menschheit hat noch längst nicht die Hälfte der Macht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.05.2022
Rezensentin Julia Anton erfährt von der Historikerin Heike Specht, wieviel in Sachen Parität noch zu tun bleibt. Anhand von 35 Politikerinnen-Biografien, darunter Rita Süssmuth, Sawsan Chebli oder die SPD-Bundestagspräsidentin Annemarie Renger, die 1969 noch mit dem Slogan "Wir haben die besseren Männer" in den Wahlkampf ziehen musste, liest die Kritikerin von den Hürden, die Frauen im Gegensatz zu Männern nehmen müssen, aber auch von den vielen Prägungen durch Frauen in der Politik: Vor Merkel war der politische Stil ein anderer, erinnert Anton. Von der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Männer nach wie vor nur selten betrifft, liest die Kritikerin hier ebenfalls. Die Vielzahl der Biografien im Buch sorgt dafür, strukturelle Probleme zu erkennen, geht aber auch zu Lasten der Schilderung der Lebenswege der Frauen, räumt Anton ein.
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