Welche Themen sind es wert, sogar noch nach dem Tod diskutiert zu werden? Und welche Fragen, welche Einsichten könnte es geben? Genau diesen existenziellen Themen und Fragen spüren Sibylle Lewitscharoff und Heiko Michael Hartmann nach. In ihrem Buch lassen sie zwei Seelen im Jenseits auf einer Wartebank sitzen, die sich nur flüchtig kennen. Sie beginnen ein Gespräch, vorsichtig erst, dann immer eindringlicher: über das Verhältnis von Leib und Seele, über das Sterben und den Tod, über Gericht und Erlösung, über Glauben und Nicht-Glauben. Es sind die Themen, die Sibylle Lewitscharoff und Heiko Michael Hartmann seit Jahren umtreiben und die sie nun in diesem spektakulären Buch aufeinanderprallen lassen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2020
Erstaunt ist Rezensent Elmar Schenkel über dieses Buch nicht und findet, die Autoren hätten sich schon länger auf dergleichen Jenseitigkeiten zubewegt. Aber er warnt gleich vor der "Macht", die dieser Erzähl- und Diskurs-Standpunkt außerhalb des Seins annehmen kann. Eine enorme Menge an zitierter und angespielter Bildung aus den literarischen, philosophischen und musikalisch einmal bewohnten Welten wird zwischen einer "christlich" geprägten Sicht und einem rationalen "Widerborst" verhandelt, verspricht der Kritiker. Ihn hat es ermuntert und erfreut, und doch rät er, dem Genuss des Buches nur "löffelweise" zuzusprechen - zumal in diesen aus anderen Gründen so körperlos gewordenen Zeiten.
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