Herausgegeben von Joschka Pintschovius. Heino Jaeger war und bleibt ein besonderer Satiriker, Maler und Zeichner. Seine surrealistischen Stegreifgeschichten sind Legende. Der vorliegende Werkatlas versammelt eine repräsentative Anzahl seiner Texte, Bilder und Zeichnungen. Ergänzt wird diese Hommage mit einem biographischen Beitrag von Joska Pintschovius und einem Essay von Christan Meurer.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.11.2005
"Kein Zweifel: Dieses Buch gehört in jeden deutschen Haushalt." Wenngleich Kristina Maidt-Zinke zugibt, zuvor noch nie etwas von dem Kabarettisten, Grafiker und Maler Heino Jaeger gehört zu haben, wird sie mit diesem reich bebilderten Band" sehr schnell zur glühenden Verehrerin dieses "schrägen Genies". Alle bisher verfügbaren Werke in Bild und Schrift sind zur Freude der Rezensentin vorhanden, ergänzt durch eine "wunderbar ausschweifende" Biografie von Joska Pintschovius, der sich nicht nur auf den Lebensweg und schließlichen Verfall des Freundes beschränkt, sondern auch die Tätigkeiten des regen Freundeskreises von Gleichgesinnten beschreibt. Abgeschlossen wird das Ganze von Christian Meurers Gedanken zu den Arbeiten Jaegers. Alle Bestandteile dieser umfassenden Reanimation der halb vergessenen Kultfigur der siebziger Jahre scheinen der Rezensentin außerordentlich zu gefallen: "Ein Glück, dass wir das noch erleben durften." Die Monologe, Reportagen, Interviews und Sketche erschließen sich in ihrer "ganzen Pracht" natürlich nur im von Jaeger gesprochenen Original, meint Maidt-Zinke, die mit Hilfe einiger CDs mittlerweile zur veritablen Jaeger-Kennerin geworden zu sein scheint. Die vorliegende Druckfassung aber offenbare die Struktur und biete vor allem die Chance, das malerische Werk zu bewundern, das die Rezensentin der Kunstkritik "zur Neubewertung" ans Herz legt.
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