Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex
Sieben außergewöhnliche Tage mit Anna Freud
Carl Überreuter Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783800081103 Gebunden, 216 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Im Spätsommer 1956 kommt es in London zu einem ungewöhnlichen Treffen, um das sich bis heute viele Geheimnisse ranken: Marilyn Monroe, damals der größte Star Hollywoods, sucht die Psychoanalytikerin Anna Freud in deren Haus in Hampstead auf. Sieben Tage lang begegnen sich zwei Frauen, die auf völlig unterschiedlichen Bühnen agieren und doch von ähnlichen Fragen getrieben sind: Identität, Begehren, Selbstbild und innerer Zerrissenheit. Diese Begegnung ist zwar dokumentiert, doch was genau zwischen den beiden geschah, blieb lange im Dunkeln...Der Kommunikationswissenschaftler und Filmemacher Hektor Haarkötter rekonstruiert in seinem Buch erstmals umfassend die Hintergründe dieser Woche.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2026
Die Ausgangslage wäre ja durchaus spannend gewesen, befindet Rezensent David Steinitz zu dem Buch von Hektor Haarkötter: Marilyn Monroe reist nach England, um sich in die Behandlung der Psychoanalytikerin Anna Freud zu begeben, Haarkötter will herausfinden, worum es in den wenigen Sitzungen ging. Und da liegt für Steinitz dann auch das Problem, denn es ist zwar bekannt, dass Monroe Missbrauch in Kindheit und Jugend immer wieder angedeutet hat, aber es gibt keine Aufzeichnungen der Gespräche zwischen ihr und Freud. In einem Roman wäre das ja kein Problem, so der Kritiker, aber hier führt das zu absurden Spekulationen, die Analytikerin hätte ihre Patientin "abgecheckt wie ein ralliger Teenager". Auch den Stil des Buches kann er nur als misslungen bezeichnen, etwa wenn es um die Brüste der Schauspielerin geht, die "wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden" scheinen. Insgesamt ist er von diesem Buch ziemlich enttäuscht.
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