Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.08.2002
In einer ausgesprochen instruktiven Rezension lobt Franziska Meier in eher verhaltenem Ton die Habilitationsschrift der Historikerin Helga Meise als minutiöse, aber spannende Analyse. Die Autorin untersucht darin die so genannten Schreibkalender aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die die Landgrafen von Hessen-Darmstadt über mehrere Generationen führten und die sie für eine aufschlussreiche Schwellengattung hält, für einen Katalysator autobiografischen Schreibens. Die Ergebnisse können sich für Meier sehen lassen. Besonders hervor hebt die Rezensentin Meises Beobachtung, dass die Art und Anzahl der Hinweise offenbar umgekehrt proportional zur Teilhabe an der Macht stehen: Wem die Macht fehlt, bleiben das Ich und die Tinte. Einen gravierenden Einwand gegen Meises Studie erhebt die Rezensentin allerdings: Der Ertrag stehe "in keinem Verhältnis zum Umfang des Buches".
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