Die Erforschung von Arktis und Antarktis war eine der ganz großen Herausforderungen für die Menschheit. Diejenigen, die diese Herausforderung angenommen haben, sind zu Legenden geworden, gleichgültig ob sie erreicht haben, was sie wollten oder ob sie gescheitert sind. Diese Expeditionen sind Teil des kollektiven Bewusstseins geworden und beflügeln noch heute unsere Phantasie. 29 Expeditionen zum Nord- und Südpol dokumentiert Farid Abdelouahab anhand überlieferter Reisetagebücher und ermöglicht einen unmittelbaren und unverstellten Blick auf das Erlebte. Arved Fuchs, der sicher bekannteste deutsche Polarforscher, steuert das Vorwort bei, Rainer Ullrich, Weggefährte und Expeditionsmaler, illustriert dieses mit Auszügen aus seinen Reisetagebüchern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2007
An den in diesem Band dokumentierten Reisetagebüchern von Polarreisenden aus fünf Jahrhunderten hat Julia Voss vor allem das "prächtige" Bildmaterial bewundert. Ob das "schauerliche stumme Porträt" des Scott-Begleiters Edward Adrian Wilson oder die Trophäenbilder der Fotografen - das (mitunter laienhafte, wie die Rezensentin betont) ästhetische Interesse an den Eislandschaften der Pole findet Voss bemerkenswert. Nicht nur, weil es eine ganz eigene Kunst ist, bei 40 Grad minus den Pinsel zu führen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels machen die Bilder und Texte der Rezensentin schmerzlich bewusst, wie sich der einstige Eroberungs- und Siegeswille des Menschen heute erfüllt.
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