Helge Timmerberg, Abenteurer und Globetrotter, hat den letzten ihm noch unbekannten Kontinent bereist, sieben Monate lang, von Nord nach Süd, von Ost nach West. Afrika lag vor ihm wie eine Großwildjagd nach Geschichten. In den Großstädten inspizierte er die Hölle auf Erden, in der Serengeti das Paradies. Er war mit Buschfliegern unterwegs, mit uralten Dampfern, und bangte bei einem nächtlichen Fußmarsch um sein Leben. Er schwamm mit Krokodilen, wurde von einem Elefanten attackiert und von einem Nashorn verfolgt. Er durchstreifte den Regenwald in Uganda, besuchte die weißen Strände von Sansibar und entdeckte die schönste Insel Afrikas, die Ilha de Moçambique. Er wurde im Senegal mit einem Voodoozauber belegt und lernte in Malawi das kleine Einmaleins der Korruption kennen. Er zog durch die Reggaekneipen von Dakar, traf Marabouts, Primatenforscher, Straßendiebe und Lisa.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2012
Stefan Fischer ist Helge Timmerbergs neuer Flamme sehr dankbar, dass sie es geschafft hat, den großen Globetrotter endlich mal nach Afrika zu lotsen, von dem er sich bisher ferngehalten hatte. Und offenbar merkt man ihm auch auch, dass die Abenteuer, die es im Senegal oder in Malawi zu erleben gibt, sind nicht immer nach Timmerbergs Geschmack. Kakerlaken erlegen etwa, aufdringliche Verkäufer abschütteln oder sein schlechtes Kolonialgewissen ausquetschen lassen. Doch zum Glück besitzt Timmerberg ausreichend Sinn für Pointen und Selbstironie, so dass ihm der Rezensent freudig durch die Savanna folgte und die magischen Momente erlebte, die man in einem "5-Sterne-Kokon" niemals erleben würde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.03.2012
Sabine Vogel ist ein Fan, ganz klar, und dass sich Deutschland oberster Globetrotter Helge Timmerberg nun endlich auch mal nach Afrika gewagt hat, freut sie sehr. Bisher haben ihn offenbar das "Klischeegewese" um Mamma Afrika, Hardy Krüger und Sonnenuntergang in der Savanne ebenso von diesem Kontinent ferngehalten wie unberechenbare Tier- und Krankheitsaufkommen. Doch Vogel zufolge sind die Abstecher nach Malawi, Senegal und Sansibar glücklich verlaufen. Mit der Timmerberg eigenen Mischung aus Angriffslust und Albernheit widmet er sich Trommelkursen, Pavian-Überfällen auf Luxushotels oder dem Phänomen der Verbuschung ("Manieren sind in Afrika Quatsch"). Für Vogel ersetzt das Buch mindestens zwei Semester Post-Colonial-Studies. Und dass Timmerberg am Ende doch von der Schönheit der Savanne beim Sonnenuntergang überwältigt ist, geschieht ihm daher nur recht.
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