Die slawisch-deutschen Beziehungen haben über Jahrhunderte hinweg einen wesentlichen Bestandteil europäischen Zusammenlebens ausgemacht. In der Epoche des Nationalsozialismus, ganz besonders aber während des Zweiten Weltkrieges, haben diese Beziehungen eine katastrophale Gestalt angenommen. Bedingt vor allem durch Houston Stewart Chamberlains "Rassebegriff", erfuhren die slawischen Völker, ihre Sprachen und Kulturen eine extreme Abwertung. Die wissenschaftlichen und ideologischen Hintergründe dieser äußerst negativen Entwicklung werden nun erstmals anhand von weitgehend unbekanntem Archivmaterial und zeitgenössischen Veröffentlichungen dargestellt. Erfasst wurden dabei auch Verordnungen, Sprachregelungen und Pläne zur Umsiedlung und Ausrottung slawischer Völker.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2003
Die Absicht Helmut Schallers, sich mit der bis heute vernachlässigten Rolle der Slawisten im Nationalsozialismus zu befassen, sei eine gute gewesen, so Frank-Rutger Hausmann, die Umsetzung allerdings ließe zu wünschen übrig. Wo sich der Autor mit der zur damaligen Zeit noch nicht sehr weit verbreiteten Slawistik befasse, mit deren uneinheitlicher Orientierung und den Auswertungen ihrer Forschung, sei das Buch durchaus interessant. Leider beschränke sich der Autor nicht auf dieses Gebiet, sondern behandele zudem noch die Institutionen, die in der ein oder anderen Weise mit Ost- oder Südosteuropa zu tun hatte, wobei dies "weder neu noch vollständig" sei, wie der Rezensent bedauert. Zudem gehe er teilweise "in seinem sprunghaft angelegten Buch allzu selektiv vor". Die größte Verfehlung des Autors sei allerdings, dass er der Frage nach der Kooperation der deutschen Slawisten mit den Nazis aus dem Wege gehe. Zu derartigen Aspekten seien dann doch eher andere Arbeiten zu konsultieren, so der Rezensent.
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