Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2001
Ziemlich interessant findet der Rezensent mit dem Kürzel kru Hendrik Werners Grundthese zum Werk Heiner Müllers, die davon ausgeht, dass Müller den "Verrat" immer wieder in seiner Arbeit reflektiert hat, den er als Junge zu NS-Zeiten an seinem Vater begangen hatte. Für diese These findet Werner nach Meinung des Rezensenten jedenfalls "zahlreiche überzeugende Belege" in den Arbeiten Heiner Müllers. Inhaltlich findet der Rezensent dieses Buch auf jeden Fall "recht ergiebig". Nur von der Sprache des Autoren, "einem hermetischen Jargon", ist der Rezensent etwas abgeschreckt und fragt sich, ob derlei rhetorische Eskapaden "der Wahrheitsfindung wirklich noch dienen".
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