Published in conjunction with an exhibition. Conceived and organized by Alice R. George, Gilles Peress, Michael Shulan et al. Das Werk wurde als Reaktion auf die Ereignisse vom 11. September und die daraus resultierende Bilderflut gegründet. Die Idee war einfach: so viele aus verschiedenen Blickwinkeln und von so unterschiedlichen Personen aufgenommene Bilder von dem Ereignis zu zeigen wie möglich. In den Tagen nach dem 11. September fragten die Organisatoren nach Bildern und wurden überschwemmt mit Dias, Negativen, Abzügen und digitalisierten Aufnahmen von Fotografen aller Art, darunter Spitzenjournalisten und Berufsfotografen sowie Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Polizisten, Schüler und Amateure. Um deutlich zu machen, dass es um die Bilder ging und nicht um die Fotografen, wurden sämtliche Fotos eingescannt, im gleichen Format abgezogen und in einem Schaufenster an der Prince Street aufgehängt: ungerahmt, ohne Hinweis auf den Fotografen, einfach an einem Draht...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.01.2003
Mit ihrer Ausstellung zum 11.September 2001 haben die Initiatoren der Organisation "Here Is New York" für Furore gesorgt: Man sammelte Bilder vom Anschlag auf das World Trade Center, ohne sie zu sortieren, übersetzte die Bildträger - Negative, Dias, Jpegs - in ein digitales Archiv, und druckte sie für Ausstellungen - mit Tintenstrahldruckern. Das nun vorliegende Buch zur Ausstellung rückt die Sache nach Ansicht von Rezensent Ulf Erdmann Ziegler etwas zurecht. Für die über achthundert Seiten des Bandes wurden Bilder von Alice Rose George und Gilles Peress ausgewählt, hält Ziegler fest. Herausgekommen ist laut Ziegler eine "Mischung von Superdrama und Tagebuch in Farbe". Der Textteil erzähle nicht die Geschichte des World Trade Centers, seiner Zerstörung, der Toten, der Überlebenden oder der Helfer, er bringe ausschließlich - in scrapbook-Manier - die Geschichte der Organisation "Here Is New York", eine Erfolgsgeschichte, selbstverständlich, endend in einer Preisverleihung "for distinguished achievement in photography". Das Buch gehöre nicht mehr zur Laienwelt der ursprünglichen Initiatoren, aus der es geboren wurde, wie Ziegler abschließend feststellt: "Es ist von Profis gemacht, und man sieht es."
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