Steigende Lebensmittelpreise, Engpässe bei einzelnen Nahrungsmitteln, demonstrierende Bauern, Turbulenzen an den internationalen Agrarmärkten und wachsende Sorgen um die globale Ernährungssicherheit - die Agrarwelt scheint aus den Fugen zu geraten. Worauf müssen wir uns in Deutschland einstellen, was kommt auf uns als Konsumierende zu, was bedeutet das für die Bäuerinnen und Bauern? Landwirtschaft ist systemrelevant. Doch wer sind unsere Landwirt*innen? Eine homogene Gruppe oder Individualist*innen mit völlig unterschiedlichen Interessen? Wie und was produzieren sie? Sind die Milliarden Steuergelder, die alljährlich in den Sektor fließen, gut angelegt? Warum schafft es die Agrarpolitik trotzdem nicht, dass die Gesellschaft mit der Arbeit der Landwirt*innen zufrieden ist? Agrarpolitik kann besser werden - sagt der langjährige Landwirtschaftsminister und Staatssekretär Hermann Onko Aeikens.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.01.2024
Über das komplizierte Gebiet der Landwirtschaft kann Rezensent Niklas Ottersbach im Buch des früheren Agrarpolitikers Hermann Onko Aeikens einiges erfahren: Zum Beispiel, dass es den Rundum-Bauern, der alles abdeckt, kaum noch gibt, eher handelt es sich um hochspezialisierte Betriebe, die zudem "etwa die Hälfte" ihres Einkommens aus Subventionen beziehen. Auch die Probleme, die Investoren und Lobbyorganisationen machen, werden für Ottersbach anschaulich vermittelt. Kleinere Lösungsansätze, um der Entzweiung von Landwirtschaft und Gesellschaft zu begegnen, etwa Hofläden und Gemüsekisten, kann er ebenfalls kennenlernen. "Ein informatives Kompendium", schließt er.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2023
Ausgewogen informiert fühlt sich Rezensentin Anne Kokenbrink von Hermann Onko Aeikens. Der ehemalige Landesminister und Staatssekretär (jeweils in Landwirtschaftsministerien) stellt die jüngere Vergangenheit und Gegenwart der Landwirtschaft aus mehreren Perspektiven dar, erfahren wir. Laut Kokenbrink geht es unter anderem um Innovationen, die die Effizienz in der Pflanzenzucht erhöhen, um den Weltmarkt und auch um die Agrarsubventionen, die es keineswegs nur in Deutschland gibt, sondern praktisch überall. Wenn es um Politisches geht, ist Aeikens sichtlich in seinem Element, meint die Rezensentin, er schlägt unter anderem vor, Umwelt und Landwirtschaft in einem Ministerium zu bündeln, um oft auftretende Konflikte zwischen beiden zu vermeiden. Überhaupt sind Umweltschutzfragen das größte Problem, so Kokenbrink mit Aeikens, eine größere Nähe von Bauern und Verbrauchern kann hier möglicherweise helfen. Nicht nur hier hätte die Rezensentin gern noch einige weiterführende Informationen erhalten, insgesamt jedoch kann sie das nüchtern verfasste Buch den am Thema interessierten Lesern empfehlen.
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