Aus dem Englisch von Helmut Ettinger. Als Ausbruch aus einem scheinbar stillstehenden Zeitalter der Sicherheit wurde der Beginn des Ersten Weltkriegs am 1. August 1914 von vielen noch euphorisch begrüßt. An seinem Ende waren 1918 zu bilanzieren: Millionen von Toten, eine in Trümmer gestürzte Weltordnung und ungestillte Revanchegelüste. Der Erste Weltkrieg sollte als "Urkatastrophe" seinen Schatten vorauswerfen auf das "kurze" 20. Jahrhundert. Der Zweite Weltkrieg oder etwa der Balkankonflikt unserer Zeit werden durch ihn erst begreifbar. Hew Strachan schildert minutiös den Weg in den globalen Orlog, analysiert die machtpolitischen Beweggründe der Kriegsparteien und setzt sich mit gängigen Meinungen zur Frage nach den Verantwortlichen auseinander.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2004
Gerd Krumeich bespricht vier neue Bücher über den Ersten Weltkrieg und lobt sie, jedes für sich und "auf seine eigene Weise", als nützliche Orientierung über ein komplexes Gebiet. An dem Buch von Hew Strachan imponiert dem Rezensenten vor allem die "wahrhaft übernationale Perspektive". Es ist aus einer 10-teiligen englischen Fernsehreihe entstanden, erklärt der Rezensent, der auf die gelungene Übersetzung ins Deutsche hinweist. Der Militärhistoriker Strachan erzählt von den Schlachten des Ersten Weltkriegs auf eine Art, die auch "Zivilisten" die Lektüre leicht macht, so Krumeich, der vor allem die Julikrise von 1914 sehr "anschaulich" dargestellt findet. Auch die beigegebenen Fotos und Karten lobt der Rezensent als erhellend und "nützlich". Strachan gelinge es in seiner Darstellung, auch "komplizierteste Zusammenhänge" klar und "einfach" zu vermitteln, preist der begeisterte Rezensent.
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