In den 80er Jahren mußten in Amerika viele Skateparks wegen finanzieller Not ihre Pforten schließen. Skateboarding kehrte zwangsläufig zu seinen Wurzeln zurück: auf die Straße. Streetstyle war geboren und eine turbulente Entwicklung nahm ihren Lauf, die auch in Europa nicht mehr aufzuhalten war. Maßgeblich beeinflußt Skateboarding Mode, Kunst, Lifestyle und Musik heutiger Jugendkultur und ist dabei seinen Wurzeln treu geblieben. Aber trotz des neuerlichen Medieninteresses mangelt es an Fachliteratur, die sich mit den vielen Facetten des Sports und der Philosophie dahinter auseinandersetzt. Holger von Krosigk gehört zur ersten Generation von Streetskatern in Deutschland und ist einer der einflußreichsten Skater hierzulande. Zusammen mit dem renommierten Skateboardfotografen Helge Tscharn unternimmt er eine Einführung in die Tricks und Philosophie, die sich hinter dem Phänomen Streetskating verbergen. Neben ausführlichen Trickerklärungen und praktischen Tips zeigt er in seinen Essays, was es bedeutet, die Welt mit den Augen eines Skateboarders zu sehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2001
Sehr angetan zeigt sich Klaus Ungerer von den glaubhaften Texten des Skateboard-"Veteranen" Holger von Krosigk. Nicht minder großartig seien die Fotografien von Helge Tscharn, dem er als "ausgewiesenen Skateboardfotografen" eine beträchtliche Portion `street credibility` zuspricht. Begeistert verfängt der Rezensent sich in Lobeshymnen über das ausgeprägte Körpergefühl der Skater, den Alltäglichkeiten des Skatens wie den Begleitgeräuschen und dem inneren Zustand, mit dem man sich an Tricks herantraut oder eben auch nicht. In der monumentalen Ehrfurcht, die Ungerer angesichts eines Ausdrucks wie "Switch Heelflip Backside Tailslide Nosebluntslide" an den Tag legt, drückt sich die Faszination eines Rezensenten aus, der sich selbst wahrscheinlich nicht als Skater bezeichnen würde, von diesem Buch aber sympathisch eingenommen zu schwärmen weiß.
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