Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt. Hong Ying , geboren 1962, wächst als jüngstes von sechs Kindern an den Ufern des Yangtse auf - in einem nebelverschleierten Elendsviertel, in dem Aberglaube und Leid regieren. Das Mädchen hat Angst vor der Zukunft, und es ahnt, dass eine schreckliche Geschichte hinter der Familie liegt. Hong Ying reift zu einer Frau heran, die Geist und Körper lustvoll und schmerzlich entdeckt. Sie wird schwanger, verliert den Geliebten und das Kind und blickt in eine Vergangenheit, die sie schaudern macht. Als sie beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, beginnt für sie ein neues Leben. In dieser literarischen Autobiografie offenbart Hong Ying ihre abenteuerliche Vergangenheit und das Drama eines Landes.
Großes Potenzial bescheinigt Rezensentin Susanne Messmer dieser chinesisch-amerikanischen Autorin. Deren autobiografischer Roman über eine Kindheit als sechstes, uneheliches Kind einer "bitterarmen" chinesischen Familie in Zeiten der Kulturevolution hat sie vor allem durch die Brutalität der geschilderten Verhältnisse beeindrucken können. Man spürt, dass die Rezensentin dabei immer wieder die Zähne zusammenbeißen musste, weil ihrer europäischen Seele die geschilderten Krassheiten und Härten sehr nahe gingen. Aber das Leben dieser Jahre fand sie in Hong Yings Buch wohl ziemlich authentisch eingefangen.
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