Mark Twain

Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben

Meine letzten Geheimnisse
Cover: Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben
Aufbau Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783351036850
Gebunden, 1055 Seiten, 49,95 EUR

Klappentext

Mit 42 Abbildungen und 10 Faksimiles. Herausgegeben von Benjamin Griffin und Harriet Elinor Smith. Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser und Andreas Mahler. Dritter Band der autorisierten Autobiografie. Mark Twain wurden im Laufe seines Lebens alle äußeren Ehrungen zuteil, im Inneren überwog zuletzt die Trauer über all die Verluste und Vertrauensbrüche. Bisweilen wütend und ungerecht, erhielt er sich seinen Humor und zeigte sich stets als ein Mensch, wie man ihn heute noch gern zum Freund hätte. Besonders ein Thema zeigt seine erstaunliche Aktualität. Auch wenn uns nach der Wahl eines Donald Trump jedes befreiende Lachen im Halse stecken bleibt - während wir denken, solche Gestalt sei singulär und damit bloß ein geschichtlicher Ausrutscher, belehrt uns Twain jetzt genüsslich eines Besseren. Er kommentiert die Amtszeit von US-Präsident Theodore Roosevelt und gibt damit eine geradezu prophetische Beschreibung der heutigen Zustände. Twain führt mit höchster satirischer Kunstfertigkeit vor, wie man mit unbestechlichem Blick und eigenem kritischem Urteil den Kaiser als so nackt erkennt, wie er es nun mal ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.12.2017

Rezensent Harald Eggebrecht erlebt den alten Spötter und Kämpfer Mark Twain noch einmal in Bestform in dem von Hans-Christian Oeser und Andreas Mahler "präzise" übersetzten und mit Anmerkungen und Materialien ausgestatteten letzten Band der Selbstbeschreibungen. Porträts von Roosevelt und Carnegie, Zeitungsartikel, politische Apercus, Briefe, erzählende Texte wechseln sich laut Eggebrecht locker mit Twains Erinnerungen aus den Jahren 1907-1909 und vielen Illustrationen und Fotos ab. Das Fehlen jeder Förmlichkeit fällt dem Rezensenten angenehm auf. Einstieg überall möglich, meint er.

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