Mit der Einstufung der Atomenergie als "nachhaltig" seitens der EU rückt ein Element in den Mittelpunkt aktueller Debatten: Uran. Einige träumen immer noch davon, mit dem strahlenden "Wunderstoff" über die Lösung aller Energieprobleme zu verfügen, doch Uran steht eben auch für Tschernobyl, die Vertreibung indigener Völker und aufgrund der ungelösten Endlagerfrage für eine Kultur der Zukunftsvergessenheit. Der neue Band aus der Reihe Stoffgeschichten lädt auf eine Reise durch die Zeit- und Wissenschaftsgeschichte ein - und führt uns in so manchen Abgrund unseres Menschseins.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2023
Ausführlich und sachkundig ist dieses Buch des Umweltjournalisten Horst Hamm vor allem, wenn er die Historie der Entdeckung und Erforschung des Elements Uran nachzeichnet, meint Rezensent Manfred Lindinger. Etwas eindimensional findet der Rezensent allerdings Hamms radikale Kritik an der Nutzung von Atomenergie. Zwar seien die meisten seiner Argumente nicht von der Hand zu weisen, wie beispielsweise die Problematik der Endlagerung des Atommülls, gleichzeitig gehe der Autor aber zu wenig auf neue Ansätze und aktuelle Entwicklungen ein. Seine Thesen untermauert Hamm vorwiegend mit den Zitaten ihm Gleichgesinnter, bedauert Lindinger, der gerne auch die Argumente unabhängiger Kernforscher gelesen hätte.
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