Seit zwei Jahren gehört das Stichwort von der Krise zum Sprachgebrauch unseres Alltags. Dass eine Krise herrscht, wird uns immer wieder aufgezeigt und dringt wohl auch mehr und mehr in unser Bewusstsein. Aber Krisen können kein Dauerzustand sein, man muss sich ihnen stellen und sie bewältigen, weil sie sonst zu immer gefährlicheren Dimensionen anwachsen. Mit der Frage, was die gegenwärtige Krise verursacht hat und welche Politik am besten geeignet ist, sie zu überwinden, setzt sich Horst Poller in diesem Buch auseinander. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es immer sozialistisches Wunschdenken war, das in die Krisen hineingeführt hat und dass nur konservativ-liberale Politik in der Lage ist, die Krise einzudämmen und ihre Folgen zu überwinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2011
Durchwachsen scheint Rezensent Jochen Zenthöfer dieses Buch des früheren CDU-Politikers Horst Poller. Die Versprechung des vollmundigen Untertitels ("Wie konservative Politik die Krisen bewältigt, die sozialistisches Wunschdenken schafft") einzulösen, gelingt dem Autor seines Erachtens nicht wirklich. Er erkennt beim Autor eine Vorliebe für eine Schwarzweiß-Bewertung der Politik, die in seinen Augen heute nicht mehr funktioniert. Die Darstellung der Grundzüge einer konservativen Politik und seine Anmerkungen zur aktuellen politischen Situation haben ihn nicht immer überzeugt. Positiv äußert er sich dagegen über Pollers Überblick über die Ideengeschichte der Politik. Im Blick auf die Ansicht des Autors, sozialistische Ideen seien längst im Dogmatischen erstarrt, meint der Rezensent abschließend, der Konservatismus müsse aufpassen, dass ihm nicht dasselbe passiert.
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