Horst Sindermann war Parlamentspräsident. In der politischen Hierarchie der DDR galt er als Nummer Drei und rangierte damit hinter dem Staatsratsvorsitzenden und dem Ministerpräsidenten. Dennoch ist über ihn nur wenig bekannt. So weiß man bis heute nichts über seine fünfzehn Jahre Haft bis 1945. Zum 100. Geburtstag des DDR-Politikers Sindermann erscheinen nun erstmals seine Memoiren. Er hat sie nicht mehr vollenden können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2016
Karl Wilhelm Fricke findet die Autobiografie des ehemaligen Präsidenten der DDR-Volkskammer, Horst Sindermann, durchaus interessant. Vor allem Sindermanns Schilderungen seiner KZ-Erfahrungen findet er realistisch, in der Sprache schlicht und authentisch. Schon hier allerdings entgeht Fricke nicht die ideologische Tünche. Der Respekt, dem ihm dieser Teil des Buches dennoch abnötigt, wäre in einem möglichen und laut Rezensent nötigen zweiten Teil des Buches geschwunden, der Sindermanns Rolle im SED-Staat zu beleuchten gehabt hätte. Dass der Autor seine Karriere unter Ulbricht und Honecker ausspart, findet Fricke enttäuschend, auch wenn Egon Krenz das Thema in seinem Vorwort, verklärend allerdings, anreißt, wie der Rezensent schreibt.
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