Eine grundlegende Aufgabe umweltökonomischer Politikberatung besteht darin, die Prinzipien rationaler Umweltpolitik darzulegen und so zur Rationalisierung des umweltpolitischen Diskurses beizutragen. Andreas Suchanek untersucht bei zwei Konzeptionen, was sie zur Herleitung solcher Prinzipien leisten können: die wohlfahrtstheoretische Umweltökonomik und die auf den Arbeiten von J. M. Buchanan, R. Coase, F. A. von Hayek und anderen basierende normative Umweltökonomik. Auf der Grundlage gesellschaftstheoretischer und methodologischer Überlegungen zeigt er, daß die aus der normativen Umweltökonomik hergeleiteten Prinzipien grundlegenden Bedingungen der Implementation rationaler Umweltpolitik besser Rechnung tragen als wohlfahrtstheoretische Prinzipien. Illustriert wird dies am Beispiel freiwilliger Selbstverpflichtungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2001
Nicht nur Umweltpolitik scheitert oft an ihren zu hochgesteckten Zielen, sondern auch der Autor Andreas Suchanek bei seinem Versuch, ein innovatives Konzept für eine neue Umweltpolitik vorzulegen. So sieht es zumindest der Rezensent mit dem Kürzel "pra.". Auch die "umfangreichen methodologischen und dogmenhistorischen Vertiefungen" ändern daran nichts. Dennoch endet die Rezension versöhnlich mit dem Prädikat "lesenswert", da das Buch dem Leser einen umfassenden Überblick biete und zum Überprüfen "vertrauter Denkmuster" anrege.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2001
Norbert F. Tofall erläutert in seiner Rezension zunächst die wesentlichen Merkmale der in Deutschland derzeit vorherrschenden Wohlfahrtsökonomik und der sogenannten Interaktionsökonomik, die der Autor hier - beeinflusst von seinem Lehrer Karl Homann - vertritt. Tofall sieht in Suchaneks "Herleitung von Prinzipien rationaler Umweltpolitik" eine "Weiterentwicklung der neoklassischen Wohlfahrtsökonomik" und lobt diese Überlegungen das Autors dazu als besonders "eindrucksvoll". Skeptisch äußert sich der Rezensent jedoch dazu, ob Suchaneks Thesen von den "Neoklassikern" wohl akzeptiert werden wird. Dabei bezieht sich der Rezensent besonders auf Suchaneks Thesen über die "regulative Idee der Realisierung von Kooperationsgewinnen" und der Tatsache, dass bei seinen Überlegungen Institutionen ein höherer Stellenwert eingeräumt wird als "sozialen Zuständen und Einzelfällen". Außerdem sei die Bewertung von Kooperationsgewinnen, die hier von Bedeutung ist, im Einzelfall problematisch.
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