Wie können demokratische Kräfte mit dem Phänomen des Rechtsextremismus angemessen umgehen? Diese Frage stellen sich die Herausgeber und Autoren dieses neuen Bandes und zwar in Bezug auf den Ort, an dem die konkrete Auseinandersetzung von Demokraten mit Rechtsextremen stattfindet. In drei exemplarischen Regionalstudien aus Mecklenburg-Vorpommern zeigen die Autoren, dass sich die untersuchten Orte zunächst durchgehend gegen die weitere Ausbreitung rechtsextremer Bestrebungen engagieren. Dabei fällt auf, dass es vielfach am praktischen Umgang mit radikalen und extremistischen Kräften fehlt und gerade im ländlichen Raum viele Unsicherheiten bestehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2011
Rundum gelungen findet Harald Bergsdorf diesen von Hubertus Buchstein und Gudrun Heinrich herausgegebenen Band, der Beiträge über den Rechtsextremismus in Ostdeutschland versammelt. Im Zentrum stehe die Analyse von rechtsextremen Strategien und demokratischen Gegenstrategien in ländlichen Regionen. Der Band bietet für Bergsdorf erhellende Einblicke in die Situation in der ostdeutschen Provinz. Ergänzt wird das Bild in seinen Augen durch drei "filigrane" Fallstudien aus Anklam, Lübtheen und Ueckermünde in denen politische und soziale Strukturen sowie die Aktivitäten von Rechtsextremisten und Demokraten genauer beleuchtet werden. Lobend hebt der Rezensent hervor, dass der Band nicht bei der Analyse stehen bleibt, sondern eine ganze Reihe von sinnvollen und nützlichen Anregungen für die demokratische Gegenwehr gibt.
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