Ausgewählt und mit einem Nachwort von Hansgeorg Schmidt-Bergmann. Hugo von Hofmannsthals Chandos-Brief ist der poetologische Schlüsseltext der deutschsprachigen Moderne. In einem fiktiven Brief lässt Hugo von Hofmannsthal Lord Chandos den "gänzlichen Verzicht auf literarische Betätigung" begründen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.04.2001
Rezensent "ld" erinnert an die literaturgeschichtliche Bedeutung des Chandos-Briefs und daran, dass diverse Passagen daraus inzwischen den Status von geflügelten Worten gewonnen haben. Dass ihm die vorliegende Neuausgabe des Briefes im Kontext weiterer poetologischer Schriften des Autors dennoch nicht zusagt, liegt zum einen am "theoretisch unbedarften" Nachwort sowie an einer "unnötig ausführlichen" Chronologie zu Leben und Werk Hofmannsthals und zum andern am Fehlen eines Quellenverzeichnisses und der "erwünschten Literaturhinweise zur Rezeption und Kritik" des Briefs.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…