Im Auftrag des Freien Deutschen Hochstifts unter Mitwirkung von Renate Moering und Christoph Perels. Katalog zur Ausstellung 2001 im Frankfurter Goethe-Haus. Die Auseinandersetzung mit Goethes Werk zieht sich durch Hofmannsthals Dichtung. Schon die Gedichte und Versdramen des jungen Dichters werden im Wien der Jahrhundertwende mit Goethe in Verbindung gebracht, so vernehmlich, dass Karl Kraus in seiner Zeitschrift "Die Fackel" im Goethejahr 1899 polemisierte: "Brauchen wir noch zu fragen, wie Hugo von Hofmannsthal über Goethe denkt? Wer weiß nicht, dass Goethe der Hofmannsthal des 18. Jahrhunderts gewesen ist?" Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Facetten und Formen von Hofmannsthals Goethe-Aneignung mit all ihren Wandlungen in den knapp vierzig Jahren seines dichterischen Schaffens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2002
Der Band geht zurück auf eine Ausstellung zu Hugo von Hofmannsthal im Freien Deutschen Hochstift/Frankfurter Goethemuseum, reicht aber, wie Hans-Albrecht Koch betont, weit über diesen Anlass hinaus. Ja, es handelt sich, findet der Rezensent, um eines der erhellendsten Bücher überhaupt innerhalb der umfangreichen Sekundärliteratur zu dem österreichischen Autor. Es geht in erster Linie um Hofmannsthals Verhältnis zu Goethe, der seit 1911 einer der wichtigsten Bezugspunkte im Schaffen und Denken des Dichters war. Der Band verfolgt die Bezüge der Operndichtung "Die Frau ohne Schatten" zu Goethes Fragment "Zweite Zauberflöte", aber auch den Einfluss des Goetheschen Märchens (aus den "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten") auf Hofmannsthals Dichtungen.
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