Ignaz Miller

1918 - Der Weg zum Frieden

Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs
Cover: 1918 - Der Weg zum Frieden
NZZ libro, Zürich 2019
ISBN 9783038103721
Gebunden, 464 Seiten, 39,00 EUR

Klappentext

"Von einem Krieg weiss man immer nur, wie er anfängt", meinte Charles de Gaulle einmal. Ignaz Miller konzentriert sich darauf, das Ende des Großen Kriegs zu erklären. Eine seiner Thesen lautet: Das parlamentarisch-demokratische System, wie es etwa Frankreich und England kannten, war dem Kaiserreich in dieser Krisenzeit überlegen. Als Opfer seiner eigenen Propaganda war Deutschland in den Krieg gezogen, und als solches beendete es den Krieg: Das Angebot der Alliierten zum ersehnten Waffenstillstand ersparte dem Reich die Kapitulation. Keine vier Wochen später begrüßte jedoch der nachmalige Reichspräsident Friedrich Ebert die paradierenden Truppen mit den Worten "Unbesiegt im Felde!" Ignaz Miller dekonstruiert auf anschauliche Weise verschiedene Mythen, die seit 1918 aufgebaut wurden und noch heute zirkulieren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.09.2019

Rezensent Christoph Wehrli findet Ignaz Millers Darstellung des Kriegsverlaufs ab 1916 mit besonderem Blick auf die Entscheidungen und Strukturen innerhalb der Führungsriegen der Kriegsparteien respektabel, illustrativ im Umgang mit Zitaten und Details und pointiert im Urteil. Wiederholungen, Zeitsprünge und der mitunter allzu essayhafte Ansatz mindern den Gebrauchswert des Buches für ihn allerdings. Seine These vom Sieg und von der Überlegenheit der großen Demokratien über die Autokratie scheint ihm der Autor indes weitgehend gut zu belegen, etwa indem er das Verhältnis zwischen militärischer und ziviler Führung auf beiden Seiten deutlich herausarbeitet.

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