Mit Illustrationen von Linda Wolfsgruber. "Heuer fahren wir ans Meer", verlautbarte mein Vater nach dem Abendessen. "Das Meer ist riesengroß." Ich war sechs Jahre alt und in die Kategorie "riesengroß" fiel für mich allenfalls der Mammutbaum, den ich von Abbildungen in der Beilage des Mickymaus-Heftes kannte. Auf dem Foto war der Himmel durch die Baumkrone kaum zu erkennen. "Eine riesengroße Wasserfläche", ergänzte mein Vater. In meinem Kopf entstand das Bild eines gefällten Mammutbaumes, der im Wasser lag. "Das Ende des Meeres sieht man nicht", sagte meine Mutter. Selbst der Mammutbaum hatte ein Ende, das wusste ich.
Von der ersten Seit an fasziniert zeigt sich Rezensent Jens Thiele von diesem "bebilderten Kinderbuch", in dem es aus seiner Sicht um die Sehnsucht nach dem Meer und dem Leben geht. Er fand die Geschichte vom Jungen, dem der Vater eine Reise zum Meer verspricht, dann aber nie unternimmt, "lapidar und mit verhaltener Ironie" erzählt, und ausgesprochen passend zum Erzählton illustriert. So fließen für ihn schließlich Buch und Traum vom Leben auf kongeniale Weise ineinander und finden im allesbestimmenden Blau zu ihrem angemessenen Ausdruck.
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