Was ist das für ein Land, in dem Bananen, Kakao und Kaffee im Überfluss gedeihen, Vulkane mit Gletscherhauben Touristen anziehen, Unmengen Gold und Erdöl lagern und das trotzdem zu den ärmeren Ländern Südamerikas zählt? Ein Land, in dem die katholische Kirche als eine der konservativsten Lateinamerikas gilt, in dem Vierzehnjährige gebären, Väter die Familie verlassen, um in den USA wider besseres Wissen ihr Glück zu versuchen, und in dem die Menschen trotz aller Nöte so ansteckend fröhlich, freundlich und lebensbejahend sind?
Ecuador ist ein Land voller Widersprüche und Überraschungen. Würde man Zeit wie bei uns in Geld messen, wäre dort jeder unglaublich reich. Könnte man am Lachen den Wohlstand berechnen, läge es auf den weltweit führenden Plätzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017
Rezensentin Monika Maier-Albang findet Ingrid Hayeks Buch anregend und höchst lehrreich. Nicht nur lassen sie die Neugier und Unvoreingenommenheit der Autorin das Leben in Ecuador ganz aus der Nähe kennenlernen. Was die ehrenamtliche Englischlehrerin dort erlebt und in diesem Buch laut Rezensentin klug und und mit Humor schildert, lässt sich auch als praktische Anleitung für eine Ecuador-Reise lesen, meint sie, nicht zuletzt, da Hayek auch die weniger lichten Seiten des Landes kennenlernt und festhält.
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