Ippolito Nievo

Bekenntnisse eines Italieners -

Roman
Cover: Bekenntnisse eines Italieners -
Manesse Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783717525776
Gebunden, 1072 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Mit einem Nachwort von Klaus Harpprecht. Erzählt wird in diesem epochalen Historienroman die bewegende Lebensgeschichte eines Italieners - von ihm selbst. Carlo Altoviti, ein Herr von über achtzig Jahren, lädt ein, Rückschau auf sein Leben zu halten, das abenteuerlicher kaum verlaufen hätte können: von der Geburt im Jahre 1775 und der Kindheit auf Schloss von Fratta im Friaul über seine Lehrjahre in die Republik Venedig, den gesellschaftlichen Aufstieg, seine Erziehung zum Gentiluomo in der Schule des Lebens, bis zum couragierten Kämpfer um Recht und Freiheit in den napoleonischen Kriegen ... Der überzeugte Republikaner und Familienvater hat alle Höhen und Tiefen erlebt, die einem Menschen vergönnt sein können. Dass er sich inmitten aller Schicksalsschläge seine Zuversicht und Heiterkeit bewahrt hat, macht diesen großen italienischen Roman zu einem überaus bewegenden Zeugnis tiefer Humanität. Ippolito Nievos "Bekenntnisse eines Italieners" sind ein Denkmal jener entscheidenden Epoche des Umbruchs und der Klärung, ihrer Grausamkeit wie ihrer Grandezza. Der Autor beschwört ein vereintes, republikanisches Italien herbei - in einer Sprache, wie sie seiner Vorstellung einer volkstümlichen Literatur entspricht, und im kunstvollen Verschränken verschiedenster Perspektiven.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 05.12.2024

Eine überaus vergnügliche Geschichtsstunde bereitet dieser Roman Rezensentin Maike Albath, selbst Autorin einiger vorzüglicher Bücher über Italien. Ippolito Nievos 1867 veröffentlichter Klassiker entwirft ein historisches Panorama des 19. Jahrhunderts, ist gleichzeitig aber, erfahren wir, mindestens auch schauriges Märchen, Sozialroman, abenteuerliche Milieustudie und Liebesgeschichte. Hauptfigur ist Carlo Altoviti, ein Venezianer unklarer Herkunft, eine weitere wichtige Figur ist Pisana, Tochter eines Grafen, der Carlo schon in seiner Kindheit verfällt und die auch weiterhin den Takt seines Lebens vorgibt, selbst dann noch, als er selbst zum Dogen gekürt wird und an der Seite Garibaldis kämpft. Ein schönes und außerdem durchaus ironiebewusstes Buch ist das, findet Albath, eines, in das man sich versenken kann und das vor allem da glänzt, wo es um die wilde, phantasievolle, nicht zu bändige Pisana geht: eine Frauenfigur von Weltliteraturformat, schwärmt Albath.

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