In zwölf kapiteln mit einer ausführlichen Einleitung und zahlreichen Illustrationen zeichnet der Band das Bild einer lebendigen Kultur, in der die Grenzen zwischen Elitekunst und populären Genres längst aufgehoben sind. Die Kapitel behandeln Themen wie T-Shirt-Texte oder die bizarren englischen Aufdrucke auf Einkaufstüten, die Karaoke-Kultur, Comics und Zeichentrickfilme, erotische Magazine, japanisches Kino und Frauenrevue, zeitgenössisches Theater oder "Gedichtsteine", kurz, ein Handbuch.
Die Essaysammlung von Irmela Hijiya-Kirschnereit, derzeit Direktorin am Deutschen Institut für Japanstudien in Tokyo, eröffnet einen ganz anderen Blick auf das moderne Japan. Fundierte Kenner der japanischen Gegenwartsliteratur seien die Autoren dieses Kulturführers, so der Rezensent Albrecht Kloepfer. Mit fokussierendem Blicke auf Comics, Zeichentrickfilme, Gebrauchslyrik und erotische Magazine leisteten sie "echte Aufklärungsarbeit", den "europäischen Silberblick" auf diese von Tradition und Spaßkultur geprägte Gesellschaft zu korrigieren.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…